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Der Heimatverein Forchheim wurde 1956 als „Heimat- und Verkehrsverein Forchheim und Umgebung e.V.“ gegründet. Gründungsvorsitzender war der in Forchheim niedergelassene Rechtsanwalt Dr. Hans Werner Freiherr von Aufseß.

Wie der damalige Vereinsname schon verrät, bildeten die Anliegen der Fremdenverkehrsentwicklung einen Schwerpunkt der Aktivitäten. Als der Fremdenverkehr von der Stadt Forchheim als eigentlich kommunale Aufgabe erkannt und wahrgenommen wurde, konnte sich der Heimatverein verstärkt der Pflege örtlicher Denkmale, Kulturangelegenheiten und Schrifttumspflege zuwenden.

Besonders die Altstadt, die durch den Verlauf der zum Teil noch bestehenden Festungsanlage begrenzt ist, bildete von nun an den Fokus der denkmalbezogenen Bemühungen. Dem Heimatverein ging und geht es dabei nicht nur um das Einzelobjekt von bauhistorischer Relevanz, sondern mit gleicher Gewichtung um die Bewahrung gewachsener Ensembles. In enger Abstimmung mit dem jeweiligen Heimatpfleger und mit kompetenter Unterstützung des in den Verein integrierten Arbeitskreises „Junge Altstadtfreunde“ ist man bemüht, durch Beratung, öffentliche Aufklärung und ebensolche Diskussionsbeiträge in kommunalen Entscheidungsvorgängen dem Denkmalgedanken Gehör zu verschaffen. Schon im Vorfeld versucht der Heimatverein auf sich anbahnende Denkmalprobleme hinzuweisen, um auf dieser Grundlage durch Vorbeugung bzw. rechtzeitiger Eingriffe kostenspielige Sanierungs- oder Ersetzungsmaßnahmen zu vermeiden.

Der Heimatverein leistet aber auch konkrete Beiträge zur Stadtgestaltung. In diesem Zusammenhang sind aus den letzten Jahren vor allem die Errichtung des Zeitbrunnens auf dem Bahnhofsvorplatz durch den Künstler Harald Winter zu nennen, daneben auch die Bezuschussung wichtiger Denkmalprojekte, etwa des Konrad-Brunnens von Hans Dressel auf dem Kirchenvorplatz. Als nächste Aufgabe ist ein bleibendes Gedenken an die Deportation Forchheimer Juden während des 2. Weltkrieges geplant.

Auch die Pflege fränkischen Brauchtums, fränkischer Trachten und fränkischer Musik bilden einen wichtigen Bestandteil des Heimatgedankens und dessen Pflege. Unter dem Dach des Heimatvereins haben sich dieser Aufgabe die „Freunde zur Bewahrung des fränkischen Brauchtums“ verschrieben, was u. a. in der Unterstützung des alljährlichen „Oberfränkischen Trachtenmarkts“ auf dem Forchheimer Rathausplatz zum Ausdruck kommt.

Mit zahlreichen Kultur- und Informationsfahrten in verschiedene fränkische Regionen will der Heimatverein nicht nur den Reichtum und die Vielfalt fränkischer Territorial-, Kunst- und Kulturgeschichte vermitteln, sondern nicht zuletzt auf gelungene Beispiele in der Denkmalpflege und Altstadtsanierung verweisen.