Jubiläumsfeier

28.06. – 26.06.2026 | Topveranstaltung

Veranstaltung – Der Heimatverein: Seit 70 Jahren Impulsgeber der Stadt ... Mehr erfahren

Jubiläumsfeier

Der 1955 gegründete Heimatverein Forchheim zelebrierte seinen runden Geburtstag am 28. Juni 2025. Gefeiert wurde eine jahrzehntelange Geschichte des Engagements, der Mitgestaltung und der Liebe zu Forchheim. 
„Heimat, Deine Sterne“- fernab dieses Filmklischees der Fünfziger Jahre präsentiert sich heute der  Heimatverein Forchheim, der am Wochenende zu seinem 70. Geburtstag in den Garten der Pfarrei St. Martin lud. Und viele, viele der rund 300 Mitglieder waren gekommen. Vorsitzender Nico Cieslar zeigte zukunftsweisend auf: Der Heimatverein sei nicht rückwärtsgewandt, verstaubt oder nur auf Tradition beschränkt. Vielmehr sei er ein „aktiver Impulsgeber, ein kritischer Begleiter und kreativer Mitgestalter unserer Stadt“. 


Dabei hatte alles einmal ganz bescheiden angefangen. In seinem Rückblick auf die Gründungsjahre des Vereins erläuterte der Vorsitzende, dass am 18. November 1955 im Rathaussaal eine starke Vision entstanden sei: „Forchheim sollte einen Verein bekommen, der sich um seine kulturelle Identität kümmert“. Gründungsvorsitzender war Dr. Hans Werner Freiherr von Aufseß. Dass damals auch die Förderung des Tourismus eine Facette des Vereins war, kann durchaus als Verbindung zur heutigen Zeit gesehen werden: Denn Nico Cieslar, der seit drei Jahren dem Heimatverein vorsteht, ist  bei der Stadt Forchheim Amtsleiter für Marketing, Tourismus und internationale Beziehungen. 1965, in der Ära des Vorsitzenden Otto Werner, zählte Forchheim rund 31 000 Übernachtungen – eine Zahl, die sich in 60 Jahren auf rund 100 000 im Jahr gesteigert hat. „Der Heimatverein war hier stets mit Engagement und Know-how dabei“, wie Nico Cieslar nicht ohne Stolz betont. 
Unter Otto Werners Vereinsführung habe eine neue Phase begonnen: „Der Heimatverein wurde zu einem starken kommunalen Akteur“. Er habe sich für ein ästhetisches Stadtbild, für Denkmalschutz und Stadtplanung eingesetzt – lange bevor  dieses Thema in der breiten Bevölkerung Beachtung gefunden habe. Unter Dr. Dieter George sei der Heimatverein zwischen 1994 und 2022 kulturell noch deutlich breiter aufgestellt worden. „Zahlreiche Exkursionen, Vorträge und künstlerische Installationen, wie der Bronzekarpfen, der  Zeitbrunnen oder das Deportationsdenkmal trugen zur kulturellen Sichtbarkeit unserer Arbeit bei“, würdigt Cieslar das Engagement seines Vorgänger, aus dessen Hand er vor drei Jahren den Stab für einen neuen Aufbruch übernommen hatte. Und mit Freude stellte der Vorsitzende fest: „Wir sind sehr aktiv und präsent“. Er verwies unter anderem auf die Theater-Inszenierung „Tod im Kellerwald“, die Sanierung der Mariengruppe am Paradeplatz und den Großen Annafestzug. Besonders stolz sei er auf die Mitgliederentwicklung: Von 1955 mit 77 Mitgliedern, sei der Heimatverein bis dato auf über 300 kulturell interessierte Köpfe angewachsen. Der Vorsitzende dankte Herrn Pfarrer Thomas Teuchgräber von der Pfarrei St. Martin dafür, dass die Jubiläumsfeier des Heimatvereins im lauschigen Pfarrgarten stattfinden konnte. 
Heimatstaatssekretär Martin Schöffel ließ es sich ebenfalls nicht nehmen an der Jubiläumsfeier teilzunehmen. Er zeigte sich beeindruckt von der „tollen Entwicklung des Heimatvereins in den vergangenen 70 Jahren“. Bürgermeister Udo Schönfelder bezeichnet den Heimatverein als „festen Anker in der Stadtentwicklung“ und als „lebendiges Netzwerk engagierter Menschen“.  

Der Musikverein Pautzfeld und der Liederverein Forchheim sorgten mit heimatlichen Klängen für die stimmungsvolle Umrahmung des Sommernachtsfestes.
Neben Aufführungen grandioser klassischer Werke gelingt dem Liederverein Forchheim e.V. auch die leichte Muse. 
So überraschte der Traditionschor zum 70. Geburtstag des Heimatvereins u.a. mit einem Schatz aus dem Fundus des Stadtarchivs.  Gedichtet von Max Kaupert, vertont von Prof. Heinrich Hild aus dem Jahr 1949 rundete der Gesangsvortrag des Heimatliedes „Forchheim am Wiesentstrand blüht‘s immerdar" eine stimmungsvolle Jubiläumsfeier gekonnt ab.

(enthält unter anderem größtenteils Auszüge aus dem Zeitungsbericht von Andreas Oswald)                 
                     
 

Zurück
Mitglied
werden